Wie persönlich ist zu persönlich bei Motivationsfragen?

Bei den typischen Motivationsfragen überlege ich, ob ich eher sachlich argumentieren oder auch sehr persönliche Erlebnisse einfließen lassen sollte. Einer…

Von story_depth ·

Bei den typischen Motivationsfragen überlege ich, ob ich eher sachlich argumentieren oder auch sehr persönliche Erlebnisse einfließen lassen sollte. Einerseits will ich zeigen, dass meine Entscheidung für die HSG auf echten Erfahrungen basiert. Andererseits habe ich Sorge, zu privat zu werden und damit eher ein ungutes Gefühl zu hinterlassen. Gibt es eine Art Faustregel, wie tief man in persönliche Geschichten gehen sollte. Und wie habt ihr den Übergang von einer privaten Erfahrung zu einem professionellen Ausblick gestaltet?

Antworten (2)

Von safe_personal ·

Ich würde sagen, dass persönliche Geschichten dann sinnvoll sind, wenn sie nachvollziehbar und gut einzuordnen sind. Ein Beispiel wäre eine schulische Erfahrung, ein Praktikum oder ein Projekt, bei dem du gemerkt hast, dass dich wirtschaftliche Zusammenhänge besonders interessieren. Solche Situationen zeigen, dass dein Interesse nicht aus dem luftleeren Raum kommt, sondern erlebt ist. Zu intime Themen wie familiäre Krisen oder gesundheitliche Schicksalsschläge würde ich nur ansprechen, wenn du dich sehr sicher fühlst und einen klaren Bogen zu deiner Entwicklung schlagen kannst. Am Ende sollte der Fokus immer darauf liegen, was du daraus gelernt hast und wie dich das auf das Studium vorbereitet.

Von reflection_is_key ·

Der wichtigste Punkt ist, dass deine Geschichte nicht zum Selbstzweck wird. Es geht der HSG nicht darum, wer die dramatischste Biografie hat, sondern wer reflektiert mit seinen Erfahrungen umgehen kann. Wenn du eine persönliche Episode erzählst, sollten mindestens zwei bis drei Sätze dazu dienen, die Schlussfolgerungen für deine Zukunft zu formulieren. Zum Beispiel kannst du zeigen, wie dich eine Erfahrung gelehrt hat, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten oder mit Rückschlägen umzugehen. Dadurch bekommt deine Geschichte eine klar erkennbare Struktur, und die Prüfer sehen, dass du mehr kannst, als nur emotional zu erzählen.