Freunde finden als eher introvertierter Mensch

Ich würde mich selbst eher als introvertiert beschreiben und habe ein bisschen Angst, im Assessmentjahr sozial unterzugehen. In großen Gruppen fühle ich m…

Von quiet_student ·

Ich würde mich selbst eher als introvertiert beschreiben und habe ein bisschen Angst, im Assessmentjahr sozial unterzugehen. In großen Gruppen fühle ich mich leicht überfordert und bin selten die Person, die spontan auf andere zugeht. Gleichzeitig weiß ich, wie wichtig Kontakte und Netzwerke an der HSG sind, sowohl fürs Wohlbefinden als auch später für Praktika. Wie habt ihr es als eher ruhigere Personen geschafft, Anschluss zu finden, ohne euch verstellen zu müssen. Gibt es bestimmte Situationen, in denen es leichter ist, ins Gespräch zu kommen, oder Formate, die sich dafür besonders eignen?

Antworten (2)

Von small_group_focus ·

Mir haben vor allem kleinere, strukturierte Settings geholfen. In Vorlesungen oder großen Veranstaltungen bin ich eher untergegangen, aber in Übungen oder Lerngruppen ist es viel einfacher, ins Gespräch zu kommen. Ich habe gezielt nach ein oder zwei Personen Ausschau gehalten, mit denen ich mich gut verstanden habe, und dann vorgeschlagen, gemeinsam Aufgaben zu besprechen oder in der Bibliothek zu lernen. Statt zu großen Events bin ich eher zu kleineren Veranstaltungen gegangen, etwa thematischen Workshops oder Treffen von Studentengruppen, in denen man automatisch ins Gespräch kommt. So sind Freundschaften organisch entstanden, ohne dass ich mich in Situationen zwingen musste, die sich völlig unnatürlich angefühlt hätten.

Von be_consistent ·

Ein weiterer Punkt ist Konsistenz. Wenn du regelmäßig in denselben Vorlesungen, Übungen oder Räumen auftauchst, sehen dich die Leute öfter und die Hemmschwelle für Gespräche sinkt auf beiden Seiten. Ich habe zum Beispiel fast immer am gleichen Platz in der Bibliothek gearbeitet und irgendwann automatischen Kontakt zu den Personen aufgebaut, die dort ebenfalls oft waren. Kleine Kommentare über den Kurs, das Wetter oder eine Aufgabe können reichen, um eine erste Verbindung zu schaffen. Du musst nicht plötzlich zur extrovertierten Netzwerkperson werden, sondern nur offen genug sein, um diese kleinen Gelegenheiten zu nutzen.