Unterschied Gymnasium zu Assessmentjahr – was hat euch am meisten überrascht?

Viele sagen, der Sprung vom Gymnasium oder der Kantonsschule ins Assessmentjahr sei größer, als man vorher denkt. Trotzdem fällt es mir schwer einzuschätz…

Von school_to_uni ·

Viele sagen, der Sprung vom Gymnasium oder der Kantonsschule ins Assessmentjahr sei größer, als man vorher denkt. Trotzdem fällt es mir schwer einzuschätzen, was das konkret bedeutet. Geht es vor allem um mehr Stoffmenge, um andere Prüfungsformate oder um eine andere Erwartungshaltung, was Eigenständigkeit angeht. Ich würde gerne wissen, was euch im ersten Semester am meisten überrascht oder vielleicht sogar überfordert hat. Vielleicht kann ich meine Erwartungshaltung dadurch etwas realistischer anpassen und bin nicht völlig geschockt, wenn es losgeht.

Antworten (2)

Von self_responsibility ·

Für mich war der größte Unterschied nicht die reine Stoffmenge, sondern die Art, wie Verantwortung verteilt ist. In der Schule gibt es regelmäßige Tests, Hausaufgaben und klare Kontrollen, ob du mitarbeitest. Im Assessmentjahr kann theoretisch niemand verhindern, dass du wochenlang nur halb aufmerksam mitläufst und erst kurz vor der Prüfung merkst, wie viel du verpasst hast. Die Freiheit ist größer, aber damit auch die Gefahr, dich zu verschätzen. Was mir geholfen hat, war ein sehr früher Aufbau von Routinen, zum Beispiel wöchentliche Wiederholungsblöcke, in denen ich Vorlesungsstoff systematisch nachgearbeitet habe.

Von exam_style_change ·

Mich hat besonders der Prüfungsstil überrascht. Statt viele kleine Noten zu sammeln, hängt plötzlich sehr viel an wenigen großen Prüfungen, die über das Bestehen des Jahres entscheiden. Das verändert die Art, wie man lernt, weil du nicht mehr nur kurzfristig für einzelne Tests lernst, sondern langfristig Strukturen aufbauen musst. Außerdem sind die Aufgaben oft weniger schematisch als in der Schule und verlangen mehr Verständnis und Transfer. Ich hätte mir rückblickend gewünscht, dass mir früher jemand sagt, dass Wiederholung und tiefes Verständnis wichtiger sind als bloßes Auswendiglernen von Lösungswegen.