Law and Economics – doppelt so viel Arbeit oder einfach anders verteilt?
Der Studiengang Law and Economics klingt sehr attraktiv, weil er juristische und wirtschaftliche Inhalte kombiniert. Gleichzeitig habe ich Respekt davor,…
Von laweco_question ·
Der Studiengang Law and Economics klingt sehr attraktiv, weil er juristische und wirtschaftliche Inhalte kombiniert. Gleichzeitig habe ich Respekt davor, zwei "Welten" parallel zu bedienen und frage mich, ob die Belastung deutlich höher ist als in einem reinen BWL Programm. Rechtstexte zu lesen und Fälle zu analysieren ist ja eine andere Art von Arbeit als Balancen zu rechnen oder Modelle zu verstehen. Wie erlebt ihr den Alltag in Law and Economics im Vergleich zu Freunden in anderen Programmen. Hat man dort spürbar mehr zu tun oder wird der Stoff einfach anders strukturiert präsentiert.
Antworten (2)
Von laweco_student ·
Ich studiere Law and Economics und würde sagen, dass die Belastung nicht unbedingt doppelt ist, aber in der Tat anders aussieht. Du musst bereit sein, dich sowohl auf abstrakte wirtschaftliche Modelle als auch auf sehr textlastige, systematische juristische Inhalte einzulassen. Das bedeutet, dass du an manchen Tagen viel rechnest und an anderen Tagen fast ausschließlich liest und argumentierst. Wenn dir beide Denkweisen Spaß machen, empfindest du das eher als abwechslungsreich, nicht als zusätzliche Last. Wer jedoch nur eines von beidem wirklich mag, könnte sich langfristig eher schwer tun.
Von reading_load ·
Ein großer Unterschied ist die Menge an Lektüre, die du im juristischen Teil bewältigen musst. Fälle, Kommentare und Gesetzestexte brauchen mehr Zeit als viele erwarten, die nur aus der Schule kommen. Gleichzeitig hilft dir das juristische Denken, strukturiert zu analysieren und präzise zu argumentieren, was auch in wirtschaftlichen Kursen ein Vorteil ist. Vom zeitlichen Aufwand her würde ich sagen, dass du etwas mehr investieren musst als in einem durchschnittlichen BWL Studienverlauf, aber nicht in einem Maße, das unzumutbar wäre. Gute Planung und Bereitschaft, kontinuierlich dran zu bleiben, sind hier der Schlüssel.