Einstieg nach mathearmen Abi – wie Grundlagen effizient nachholen?

Ich hatte in der Oberstufe Mathe so minimal wie möglich und bereue das gerade ziemlich. Für den HSG Eignungstest merke ich, dass mir selbst einfache Theme…

Von late_mathstarter ·

Ich hatte in der Oberstufe Mathe so minimal wie möglich und bereue das gerade ziemlich. Für den HSG Eignungstest merke ich, dass mir selbst einfache Themen wie Bruchrechnung und Prozentrechnungen schwerfallen, sobald Zeitdruck da ist. Ich frage mich, ob es sinnvoll ist, jetzt noch einmal sehr systematisch mit einem Schulbuch ab Klasse 9 anzufangen oder ob das zu viel ist und ich mich eher auf typische Aufgabentypen konzentrieren sollte. Außerdem bin ich unsicher, wie viel Zeit ich pro Woche realistisch investieren muss, um mich nicht komplett zu überfordern, aber trotzdem in ein paar Monaten auf ein solides Niveau zu kommen. Hat jemand einen Plan oder eine Struktur, mit der er oder sie aus einer ähnlichen Ausgangssituation heraus den Anschluss geschafft hat?

Antworten (2)

Von rebuild_basics ·

Ich war vor dem Test in einer sehr ähnlichen Situation und habe am Anfang das Gefühl gehabt, Mathe komplett neu lernen zu müssen. Rückblickend war der Schlüssel, die Grundlagen kurz und fokussiert nachzuarbeiten, statt sich in Details zu verlieren. Ich habe mir ein gutes Nachhilfebuch für Sekundarstufe zwei besorgt und mir pro Woche zwei bis drei Themen vorgenommen, etwa Brüche, Potenzen oder lineare Gleichungen. Dazu habe ich parallel schon hsg-typische Aufgaben gerechnet, damit ich sehe, wofür ich die Grundlagen überhaupt brauche. Nach etwa sechs bis acht Wochen ist aus dem Bauchweh vor Mathe ein Gefühl geworden, dass ich zumindest weiß, was ich tue.

Von routine_over_intensity ·

Anstatt dir von Anfang an riesige Lernblöcke vorzunehmen, würde ich lieber mit kleineren, aber sehr konsequenten Einheiten starten. Ich habe jeden Tag 45 bis 60 Minuten Mathe gemacht, dafür aber wirklich ohne Ablenkung und mit klarem Ziel für diese Zeit. Das war auf Dauer deutlich nachhaltiger als gelegentliche vier Stunden Marathons am Wochenende, nach denen ich dann zwei Tage keine Lust mehr hatte. Wichtig fand ich auch, Fehler nicht nur abzuhaken, sondern sie kurz zu analysieren und mir aufzuschreiben, was das generelle Muster dahinter ist. So baust du dir langsam eine Toolbox aus Strategien auf, statt jede Aufgabe wie ein Einzelfall zu behandeln.