Aufgaben überspringen oder kämpfen – wie entscheidet ihr im Test?
Ich habe in Probesimulationen gemerkt, dass meine größte Schwäche nicht unbedingt das mathematische Niveau ist, sondern die Entscheidungsfindung, wann ich…
Von stuck_or_skip ·
Ich habe in Probesimulationen gemerkt, dass meine größte Schwäche nicht unbedingt das mathematische Niveau ist, sondern die Entscheidungsfindung, wann ich eine Aufgabe loslassen sollte. Oft sitze ich zu lange an einer schwierigen Aufgabe und ärgere mich danach, dass mir die Zeit für mehrere leichtere Aufgaben gefehlt hat. Gleichzeitig habe ich Angst, zu schnell zu skippen und dadurch Punkte zu verschenken, die ich mit etwas mehr Geduld hätte holen können. Habt ihr klare Kriterien entwickelt, nach denen ihr im Test entscheidet, ob ihr weitermacht oder zur nächsten Aufgabe geht. Und wie habt ihr das in der Vorbereitung trainiert, damit es im Ernstfall nicht an spontanen Launen hängt?
Antworten (2)
Von time_check_90 ·
Ich habe mir eine harte Zeitgrenze pro Aufgabe gesetzt, zum Beispiel 90 Sekunden, und diese Grenze konsequent eingehalten. In der Vorbereitung habe ich mit einem Timer gearbeitet und mich daran gewöhnt, nach Ablauf der Zeit eine bewusste Entscheidung zu treffen: entweder sofort weiter oder noch maximal 30 Sekunden, wenn ich kurz vor der Lösung stand. Diese Technik hat mir geholfen, emotionalen Frust aus der Gleichung zu nehmen, weil die Entscheidung vorher festgelegt war. Wichtig ist, dass du diese Regel vorher dutzende Male im Training durchspielst, damit du im echten Test nicht darüber diskutierst, sondern einfach tust, was du dir vorgenommen hast.
Von mark_and_return ·
Zusätzlich zu einer Zeitgrenze habe ich mit einem einfachen Bewertungssystem gearbeitet. Wenn ich eine Aufgabe nicht sofort verstanden habe, habe ich mental eine Eins, Zwei oder Drei vergeben, je nachdem, wie hoch ich die Chance eingeschätzt habe, sie bei einem zweiten Versuch zu lösen. Eins bedeutete eher leicht und kommt in der zweiten Runde zuerst, Drei war fast aussichtslos und durfte am Ende einfach stehen bleiben, wenn keine Zeit mehr war. Dadurch wurde das Zurückkehren zu markierten Aufgaben viel strukturierter, und ich musste nicht im ganzen Test herumspringen und überlegen, wo es sich lohnt, nochmal Zeit zu investieren.