Kopfrechnen oder schriftlich rechnen – wie streng ist der Zeitfaktor wirklich?

Ich merke, dass ich bei vielen Aufgaben erst einmal schriftlich rechnen möchte, weil ich mich im Kopf schnell vertue. Gleichzeitig lese ich immer wieder,…

Von slow_calc ·

Ich merke, dass ich bei vielen Aufgaben erst einmal schriftlich rechnen möchte, weil ich mich im Kopf schnell vertue. Gleichzeitig lese ich immer wieder, dass man für den HSG Test sehr schnell rechnen können muss und Kopfrechnen eigentlich Pflicht ist. Meine Sorge ist, dass ich mich entweder im Kopf verrechne oder mit schriftlichem Rechnen zu viel Zeit verliere und nicht durch alle Aufgaben komme. Gibt es eine sinnvolle Mischstrategie, zum Beispiel einfache Brüche im Kopf und alles andere schriftlich. Und wie habt ihr das in der Vorbereitung konkret trainiert, damit ihr im Test nicht ständig überlegen musstet, welche Methode ihr wählt?

Antworten (2)

Von two_level_system ·

Ich habe mir eine klare Zweiteilung vorgenommen: alles, was ich mit einer oder zwei schnellen Kopfoperationen lösen konnte, habe ich im Kopf gemacht, alles andere sofort auf dem Papier. Damit ich im Test nicht lange darüber nachdenken musste, habe ich das schon im Training so durchgezogen. Typische Kopfbereiche waren einfache Prozentwerte, runde Zahlen und Brüche mit sehr kleinen Nennern, zum Beispiel ein Halb, ein Drittel oder ein Viertel. Sobald die Zahlen unhandlich wurden oder mehrere Zwischenschritte nötig waren, habe ich bewusst zum Stift gegriffen. So hatte ich das Gefühl, die Vorteile von Kopfrechnen zu nutzen, ohne ständig ins Risiko von Flüchtigkeitsfehlern zu gehen.

Von pattern_practice ·

Neben der Strategie hilft es enorm, bestimmte Rechenmuster so oft zu wiederholen, bis sie fast automatisch ablaufen. Bei mir waren das etwa Prozentrechnungen mit 5, 10, 20 und 25 Prozent, die ich mir als feste Multiplikationsfaktoren eingeprägt habe. Ich habe dafür kurze Kopfrechenrunden in den Alltag eingebaut, zum Beispiel beim Einkaufen oder beim Lesen von Statistiken. Dadurch war mein Kopf im Test an diese Art von schnellen Umrechnungen gewöhnt und ich musste weniger aktiv darüber nachdenken. Den Rest habe ich gezielt schriftlich gelöst, ohne mich schlecht zu fühlen, weil ich vermeintlich zu langsam bin.