Pendeln aus der Umgebung – spart man wirklich so viel, wie man denkt?
Ich überlege, ob es sich lohnt, in einem günstigeren Ort außerhalb von St. Gallen zu wohnen und täglich zur Uni zu pendeln. Auf dem Papier sehen die Miete…
Von commuter_option ·
Ich überlege, ob es sich lohnt, in einem günstigeren Ort außerhalb von St. Gallen zu wohnen und täglich zur Uni zu pendeln. Auf dem Papier sehen die Mieten dort deutlich attraktiver aus, aber ich bin unsicher, ob ich die zusätzliche Fahrzeit und die Kosten für ein ÖV Abo unterschätze. Außerdem frage ich mich, ob man als Pendler im Assessmentjahr vielleicht weniger ins Campusleben integriert ist, weil man nach Vorlesungen schnell zurückfährt. Kennt jemand die Situation aus eigener Erfahrung und kann einschätzen, ob sich die Ersparnis wirklich lohnt. Oder zahlt man am Ende mit Zeit, Nerven und verpassten sozialen Kontakten?
Antworten (2)
Von time_costs_too ·
Ich habe das erste Jahr aus einem Nachbarort gependelt und kann sagen, dass sich die gesparten Mietkosten für mich nicht wirklich ausgezahlt haben. Die tägliche Fahrt von insgesamt 40 bis 60 Minuten hat dazu geführt, dass ich seltener spontan an Lerngruppen oder Abendveranstaltungen teilgenommen habe, einfach weil der Heimweg im Kopf immer mitlief. Gerade im Assessmentjahr, das ohnehin intensiv ist, hat mich das zusätzlich gestresst. Wenn du sehr diszipliniert bist und gut mit festen Strukturen klarkommst, kann es funktionieren, aber du solltest die zeitliche Belastung nicht unterschätzen. Aus heutiger Sicht hätte ich lieber etwas mehr Miete bezahlt und näher an der Uni gewohnt.
Von mixed_experience ·
Auf der anderen Seite kenne ich auch Leute, die bewusst pendeln, weil sie neben dem Studium noch einen starken Bezug zu ihrer Heimatgemeinde oder Familie haben. Für sie ist der Weg zur Uni gleichzeitig ein mentaler Übergang zwischen zwei Welten, der sogar als Vorteil empfunden wird. Finanziell kann sich das vor allem dann lohnen, wenn du sehr günstig oder sogar kostenlos wohnen kannst und nur die ÖV Kosten tragen musst. Wichtig ist, dass du dir im Vorfeld klarmachst, dass du für jeden zusätzlichen Aufenthalt auf dem Campus, etwa abends oder am Wochenende, die Fahrzeit mit einplanen musst. Es gibt hier keine One Size Lösung, aber du solltest sehr ehrlich mit dir sein, wie viel Pendeln du langfristig tolerieren kannst.