HSG Aufnahmetest: Erfahrungsbericht einer Bewerberin

Erfahrungsbericht zum HSG-Aufnahmetest: Vorbereitung, Testtag, Zeitdruck im quantitativen Teil und was im Rückblick geholfen hat.

Erfahrungsbericht zum HSG-Aufnahmetest: Vorbereitung, Testtag, Zeitdruck im quantitativen Teil und was im Rückblick geholfen hat.

Nach meinem Test drehten sich meine Gedanken vor allem um drei Fragen: Welche Aufgaben kamen mir bekannt vor? Wo wurde es schwieriger als erwartet? Und hat die Zeit gereicht? Die Antworten fielen bei mir unterschiedlich aus. Gerade diese Mischung aus Wiedererkennen, Zeitdruck und Überraschungen macht meine Erfahrung für deine eigene Vorbereitung vielleicht hilfreich.

Bei Quanti war vieles wiederzuerkennen

Für mich war der Bereich Quantitative Probleme insgesamt gut machbar. Geschwindigkeitsaufgaben, Prozent- und Verhältnisrechnung, veränderte Rechtecke und Fragen zur Pendellänge kamen mir bekannt vor. Die zugrunde liegenden Aufgabentypen hatte ich aus meiner Vorbereitung wiedererkannt.

Das bedeutete aber nicht, dass jede Aufgabe sofort gelöst war. Teilweise waren andere Grössen gesucht oder die Angaben anders verpackt. Die späteren Textaufgaben empfand ich deutlich anspruchsvoller. Wiedererkennen half mir beim Einstieg; den passenden Rechenweg musste ich trotzdem selbst finden.

Mein Lerntipp: Frage dich nach jeder Übungsaufgabe, warum der Lösungsansatz funktioniert. Kannst du auch eine Variante lösen, in der eine andere Grösse gesucht ist? Genau dafür lohnt sich die Arbeit mit den Lösungswegen im Demotest.

Die Zeit fühlte sich im Test anders an

Ich bin im Seminar meist ziemlich schnell fertig gewesen. Im eigentlichen Test musste ich trotzdem zeitweise mit der Uhr kämpfen. Bei einer Flächenaufgabe wurde es gegen Ende zeitlich eng.

> Zeit darf man auch nicht unterschätzen.

Für meinen eigenen Übungsdurchlauf habe ich mir daraus einen Vorsatz abgeleitet: Rechne mit laufender Uhr und beobachte, an welcher Stelle du hängen bleibst. Der Demotest gibt dir dafür 35 Minuten. Wenn du bei einer Aufgabe nicht weiterkommst, kannst du sie markieren und später zurückkehren.

Diagramme und Tabellen sorgten für Überraschungen

Bei Diagrammen und Tabellen waren meine Erfahrungen weniger einheitlich. Manche Darstellungen empfand ich als deutlich schwieriger als erwartet, andere als vergleichsweise schlicht und machbar. Mir ist aufgefallen: Eine einfache Grafik bedeutete nicht automatisch eine einfache Aufgabe. Aussagen, Achsen und Bezugsgrössen musste ich genau lesen.

Einige Übungsdarstellungen aus meiner Vorbereitung waren anders aufgebaut oder unnötig komplex. Das gehörte für mich ebenso zum Gesamtbild wie die positiven Erfahrungen mit Quanti. Aus meinen Erinnerungen lässt sich nicht ableiten, dass jeder Test gleich aussieht oder dieselben Aufgaben wiederkehren.

Mein Hinweis: Nutze den Quanti-Demotest als Einstieg in diesen einen Bereich. Plane Diagramme und Tabellen als eigenen Teil deiner Vorbereitung ein. Ein gutes Ergebnis in 16 Rechenaufgaben sagt noch nicht, wie sicher du Aussagen aus einer unbekannten Grafik beurteilst.

Was mir an der Vorbereitung geholfen hat

Ich fand die Struktur meiner Vorbereitung sehr hilfreich. Sie gab mir Orientierung und machte Rechenwege vertrauter. Einzelne Aufgaben im Test blieben trotzdem ungewohnt.

Wenn du dir nach dem Demotest mehr Anleitung wünschst, kann ich dir das Angebot von Zulassungscoach sehr empfehlen. Auf der Angebotsseite findest du Informationen zu Seminaren und Aufgabentraining. Überlege anhand deiner Auswertung, bei welchen Themen du Unterstützung suchst und welches Format zu dir passt.

Ein unsicheres Gefühl war noch kein Ergebnis

Zunächst endete mein Test mit der Hoffnung, dass die Leistung gereicht hat. Rückblickend hatte ich nach dem Test ein schlechtes Gefühl – und war dann erleichtert, als die Zulassung kam. Das ist meine persönliche Erfahrung, keine Erfolgsquote und keine Aussage darüber, wie andere Versuche ausgehen.

Was du daraus für deinen Demotest mitnehmen kannst: Schau nach der Abgabe zuerst auf die konkreten Aufgaben. Wo war der Ansatz richtig? Wo hat eine Einheit, eine Bezugsgrösse oder ein überlesener Satz den Unterschied gemacht? Deine Auswertung bietet dir dafür mehr Anhaltspunkte als das Gefühl direkt nach dem letzten Klick.

Mach aus deinem Ergebnis den nächsten Lernschritt

  • Bearbeite den Demotest einmal mit laufender Uhr und ohne zwischendurch Lösungen nachzuschlagen.
  • Gehe danach falsche und offene Aufgaben durch. Notiere, ob dir Wissen, ein klarer Ansatz oder Zeit gefehlt hat.
  • Übe anschliessend gezielt diese Themen und prüfe mit neuen Aufgaben, ob du den Rechenweg verstanden hast.