HSG Test nicht bestanden: Wie oft darf man antreten und wie gelingt der zweite Versuch?

HSG Aufnahmetest nicht bestanden oder Absage bekommen? Wie oft du antreten darfst, wie der zweite Versuch gelingt und welche Alternativen du hast. Ehrlich erklärt.

Aufnahmetest

Eine Absage im Compass-Postfach trifft hart. Du hast Wochen investiert, dich vorbereitet, den Testtag durchgestanden, und dann steht da ein Nein. Das erst mal sacken zu lassen ist völlig in Ordnung.

Aber eine Sache vorweg, und die ist wichtig: Eine Absage ist keine Aussage über deine Intelligenz oder deinen Wert. Der HSG Test misst, wie du an einem bestimmten Tag mit einem sehr spezifischen Aufgabenformat unter extremem Zeitdruck umgehst. Mehr nicht. Genau das lässt sich trainieren, und genau deshalb schaffen es viele beim zweiten Anlauf, die beim ersten gescheitert sind. Hier bekommst du die Fakten und einen klaren Plan.

Wie oft darf ich den HSG Test überhaupt schreiben?

Die offizielle Regel der Universität St. Gallen ist eindeutig: Das Auswahlverfahren kann pro Studienjahr nur einmal absolviert werden. Eine Wiederholung ist frühestens im Folgejahr möglich.

Das heißt konkret: Du kannst nicht im selben Jahr erst im Februar und dann nochmal im Juni antreten. Fällst du durch, ist dein nächstes Zeitfenster der entsprechende Termin im nächsten Jahr. Insgesamt hast du zwei Versuche. Sind beide erfolglos, ist der Weg über das Auswahlverfahren an die HSG geschlossen.

Das klingt streng, und das ist es auch. Aber daraus folgt eine klare Konsequenz: Wenn du einen zweiten Versuch hast, dann muss der sitzen. Kein halbherziges "ich schau mal", sondern gezielte, konzentrierte Vorbereitung. Genau dabei helfen wir dir gleich weiter.

Warum die meisten beim ersten Mal scheitern

Wir sehen bei unseren Teilnehmern immer wieder dasselbe Muster, und es hat selten mit fehlender Begabung zu tun. Es ist fast immer die Zeit.

Der Test besteht aus quantitativen Problemen sowie Diagrammen und Tabellen, und beides musst du in rund 70 Minuten bewältigen. Viele können die Aufgaben eigentlich lösen. Sie schaffen es nur nicht schnell genug, weil sie im Test das erste Mal unter echtem Druck rechnen. Zu Hause ohne Uhr wirkt alles machbar. Im Test tickt die Zeit, und plötzlich verliert man an einer Diagrammachse zehn Sekunden, die man nicht hat.

Das ist die wichtigste Erkenntnis für deinen zweiten Versuch: Der Engpass ist meistens nicht dein Kopf, sondern dein Tempo.

Der zweite Versuch: Was du konkret anders machen solltest

Ein Bewerber, der beim ersten Mal an der Zeit gescheitert ist und ein Jahr später bestanden hat, hat es treffend gesagt: Der Unterschied war nicht, schlauer zu werden. Der Unterschied war, anders zu üben. Genau das ist der Kern.

Das funktioniert so:

Wenn du diese vier Dinge über die Monate durchziehst, verschiebt sich dein Tempo spürbar. Und Tempo ist genau das, was dir beim ersten Mal gefehlt hat.

Das Jahr dazwischen sinnvoll nutzen

Ein Jahr Wartezeit klingt nach viel Leerlauf, ist aber in Wahrheit dein größter Vorteil gegenüber dem ersten Versuch. Du kennst den Test jetzt aus eigener Erfahrung. Du weißt, wie sich der Zeitdruck anfühlt, welche Aufgabentypen kamen und wo du hängengeblieben bist.

Nutz die ersten Wochen nach der Absage für eine ehrliche Analyse: An welchem Teil bin ich gescheitert, Rechnen oder Diagramme? War es Verständnis oder Tempo? Wo habe ich im Test Zeit verloren? Aus diesen Antworten baust du deinen Plan. Danach hast du fast ein ganzes Jahr, um genau diese Schwachstellen ruhig und ohne Panik abzutrainieren. Das ist ein Luxus, den du beim ersten Mal nicht hattest.

Wenn beide Versuche aufgebraucht sind

Sei hier ehrlich mit dir, denn diese Situation kann eintreten. Wenn beide Versuche nicht geklappt haben, ist der Weg über das HSG Auswahlverfahren zu Ende. Das ist bitter, aber es ist nicht das Ende deines Studiums.

Der deutschsprachige Raum hat starke Alternativen mit einem sehr ähnlichen Profil. WHU, Mannheim, mit anderem Schwerpunkt auch Wien oder Bocconi. Viele Wege in dieselbe Richtung, sprich Wirtschaft auf hohem Niveau mit gutem Netzwerk und Karrierechancen, führen eben nicht nur über St. Gallen. Und die HSG bleibt später über den Master erreichbar, wenn du deinen Bachelor woanders erfolgreich abschließt. Ein verpasster Bachelor-Zugang schließt die Tür zur HSG also nicht für immer.

Zum Schluss

Eine Absage fühlt sich an wie ein Schlussstrich. In Wahrheit ist sie eher eine Information: Sie zeigt dir ziemlich genau, woran du im nächsten Jahr arbeiten musst. Die Leute, die es im zweiten Anlauf schaffen, sind selten die, die ein Jahr lang gehofft haben. Es sind die, die ihre Vorbereitung umgestellt haben.

Genau da setzen wir an. In unseren Seminaren trainierst du den Ernstfall unter realen Testbedingungen, mit Simulationen, die dich an den Zeitdruck gewöhnen, statt dich davon überraschen zu lassen. Über die Lernapp mit wöchentlichen Online-Sessions bleibst du das ganze Jahr dran, ohne allein vor dem Stoff zu sitzen. Wenn du deinen zweiten Versuch hast, sorgen wir dafür, dass er zählt.

Häufige Fragen

Wie oft darf ich den HSG Aufnahmetest schreiben?

Einmal pro Studienjahr, insgesamt zweimal. Eine Wiederholung ist frühestens im Folgejahr möglich, zwei Versuche im selben Jahr sind ausgeschlossen.

Kann ich nach einer Absage im Februar direkt im Juni nochmal antreten?

Nein. Pro Studienjahr ist nur ein Versuch erlaubt. Dein nächstes Fenster ist der Termin im Folgejahr.

Habe ich beim zweiten Versuch schlechtere Chancen?

Nein, im Gegenteil. Du kennst den Test bereits und weißt, woran es gelegen hat. Wer die Zwischenzeit gezielt zum Trainieren des Tempos nutzt, geht oft deutlich stärker in den zweiten Anlauf.

Was mache ich, wenn beide Versuche nicht geklappt haben?

Dann ist der Bachelor-Zugang über das Auswahlverfahren geschlossen. Es gibt starke Alternativen wie WHU oder Mannheim, und die HSG bleibt später über ein Master-Studium erreichbar.

Woran scheitern die meisten beim HSG Test?

Meist nicht am Verständnis, sondern am Tempo. Die Aufgaben sind lösbar, aber die knappe Zeit macht den Unterschied.