HSG Punktesystem erklärt: Wie viele Punkte brauchst du?

Wie die Bewertung im HSG Auswahlverfahren wirklich funktioniert: relative Punkteverteilung, keine offiziellen festen Schwellen, historische Richtwerte für Direktzulassung und Interview.

Aufnahmetest

Das HSG Punktesystem verstehen

Rund um das HSG Auswahlverfahren kursieren feste Punkte-Grenzen, als wären sie offiziell festgelegt. Das ist irreführend. Die Bewertung ist relativ, es gibt keine offiziell garantierten Schwellenwerte, und die Grenzen verschieben sich jedes Jahr.

Wie die Bewertung wirklich funktioniert

Nach dem Online-Eignungstest wirst du im Verhältnis zu allen anderen Bewerbern deines Termins eingestuft. Aus dieser Verteilung leitet die HSG jährlich neu ab, ab welcher Punktzahl es zur direkten Zulassung, zur Einladung ins Video-Interview oder zur Absage kommt.

Das bedeutet: Ein bestimmter Punktwert allein sagt dir nicht sicher, ob du bestanden hast. Entscheidend ist, wo du im Feld liegst.

Historische Richtwerte (unverbindlich)

Aus vergangenen Testzyklen kursieren als grobe Orientierung folgende Werte. Sie sind nicht offiziell garantiert und können sich in einem Jahr mit stärkerem oder schwächerem Feld deutlich verschieben:

Nutze diese Zahlen als grobes Gefühl, nicht als Zielmarke. Wer knapp über einem historischen Richtwert plant, plant zu knapp.

Woraus sich dein Ergebnis zusammensetzt

Der Test besteht aus zwei Teilen:

Dauer insgesamt rund 70 Minuten. Beide Teile fließen in dein Testergebnis ein. Details zur exakten Gewichtung der Aufgaben legt die HSG offen nicht offen; verlass dich deshalb auf: solide in beiden Teilen sein, nicht auf angebliche Prozentanteile.

Liegst du im Bereich, in dem ein Video-Interview eingeplant ist, fließt das Interview zusätzlich in die Gesamtbewertung ein und kann im Grenzbereich den Ausschlag geben.

Was das für deine Vorbereitung heißt

  1. Ziel setzen mit Puffer: Wenn 122 Punkte historisch für die Direktzulassung reichten, plane deutlich darüber, nicht knapp darunter.
  2. Beide Testteile trainieren – die HSG bewertet dich über den ganzen Test, nicht nur über deine Stärke.
  3. Keine Frage auslassen: Es gibt keine Abzüge für falsche Antworten. Rate im Zweifel.
  4. Zeitmanagement üben: Der Engpass ist meistens Tempo, nicht Verständnis.
  5. Auf das Interview vorbereiten, auch wenn du auf Direktzulassung zielst – im Grenzbereich hat es echten Einfluss.

Was tun bei knappem Ergebnis?

Landest du im Interview-Bereich, hast du im Video-Interview die Chance, deine Position zu verbessern. Bereite dich dafür strukturiert vor: typische Fragen zu Motivation, Stärken und Schwächen sowie zu einer gemeisterten Herausforderung. Zeig echte Motivation für das HSG-Studium.

Mit einem realistischen Blick auf die relative Bewertung planst du deine Vorbereitung nicht auf eine Zahl, sondern auf ein Niveau – und das ist genau die richtige Zielgröße.