Das HSG Auswahlverfahren mit Zulassungstest und Video Interview ist für internationale Bewerber ohne Schweizer oder Liechtensteiner Schulabschluss der entscheidende Schritt auf dem Weg an die Universität St. Gallen.
Aufnahmetest
Das HSG Auswahlverfahren mit Zulassungstest und Video Interview ist für internationale Bewerber ohne Schweizer oder Liechtensteiner Schulabschluss der entscheidende Schritt auf dem Weg an die Universität St. Gallen. Schulnoten spielen keine Rolle. Maßgeblich sind nur dein Testergebnis und gegebenenfalls deine Leistung im Interview. Wer den Ablauf kennt und sich gezielt vorbereitet, verschafft sich einen klaren Vorteil.
Dieser Leitfaden beantwortet alle zentralen Fragen zum HSG Auswahlverfahren. Er erklärt, wer den HSG Zulassungstest schreiben muss, welche Voraussetzungen gelten, wie die Anmeldung funktioniert und wie der Testtag abläuft. Dazu kommen Aufbau, Inhalte und typische Aufgabentypen der beiden Testbereiche Quantitative Probleme sowie Diagramme und Tabellen. Auch das Video Interview wird klar beschrieben, inklusive Abläufen und Bewertung.
Im Fokus steht zudem die Vorbereitung. Du bekommst einen strukturierten Überblick über sinnvolle Strategien, Testsimulationen und Arbeitsmaterialien. So erkennst du, welche Kombination aus Selbststudium und angeleiteter Vorbereitung am effizientesten ist.
Die folgenden Abschnitte sind als klare Frage Antwort Struktur aufgebaut. Du findest alle wichtigen Informationen kompakt, sauber gegliedert und leicht abrufbar. Nutze diesen Leitfaden, um die Vorbereitung systematisch aufzubauen, typische Fehler zu vermeiden und deine Chancen auf eine erfolgreiche Zulassung an der Universität St. Gallen zu erhöhen.
Dieser Leitfaden richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, die den HSG Zulassungstest absolvieren müssen und eine klare, vollständige und strukturierte Vorbereitung suchen.
Das Auswahlverfahren richtet sich an alle Bewerberinnen und Bewerber, die nicht aus der Schweiz oder Liechtenstein stammen und keinen dortigen Schulabschluss besitzen. Für diese Gruppe entscheidet ausschließlich das Ergebnis im Zulassungstest über die Aufnahme. Schulnoten oder der Abiturdurchschnitt spielen dabei keine Rolle. Schweizer und Liechtensteiner durchlaufen ein eigenes Verfahren und nehmen nicht am Test teil. Für internationale Bewerber gibt es zudem ein begrenztes Platzkontingent, wodurch der Wettbewerb spürbar steigt. Das HSG Auswahlverfahren ist das zentrale Kriterium der Zulassung für internationale Bewerber.
Du benötigst einen anerkannten internationalen Vorbildungsausweis, typischerweise das Abitur, die Matura oder einen vergleichbaren Abschluss. Entscheidend ist nicht der Notendurchschnitt, sondern ob dein Abschluss zum Studium berechtigt und von der Universität St. Gallen anerkannt wird. Für die Wahl der Prüfungssprache solltest du mindestens das Sprachniveau C1 in Deutsch oder Englisch erreichen. Das ist wichtig, weil die Testsprache der Unterrichtssprache deines Assessmentjahres entspricht. Studiengänge wie BWL, VWL, International Affairs und Law & Economics können in Deutsch oder Englisch studiert werden, während Informatik und Recht ausschließlich auf Deutsch unterrichtet werden.
Die Bewerbung erfolgt über das offizielle Onlineportal der Universität St. Gallen. Dort lädst du alle notwendigen Unterlagen hoch, darunter deinen Schulabschluss, ein Identitätsdokument und Informationen zu deinem bisherigen Bildungsweg. Der Bewerbungszeitraum für den Test Anfang Februar endet meist Mitte Januar, für den Juni-Termin üblicherweise Ende April. Die Prüfungsgebühr beträgt 250 CHF und wird während der Registrierung bezahlt. Eine frühzeitige Anmeldung hilft, technische oder organisatorische Probleme zu vermeiden.
Der Test darf pro Studienjahr nur einmal abgelegt werden. Eine Wiederholung ist erst im Folgejahr möglich. Es ist nicht gestattet, den Test ein Jahr im Voraus zu absolvieren, und ebenso sind zwei Versuche im selben Kalenderjahr ausgeschlossen. Insgesamt stehen dir nur zwei Versuche zur Verfügung. Wenn beide Versuche nicht erfolgreich sind, ist eine Zulassung zum Bachelorstudium an der HSG nicht mehr möglich. Diese klare Regelung macht eine zielgerichtete und konzentrierte Vorbereitung besonders wichtig.
Der Test kann auf Deutsch oder Englisch absolviert werden. Die Testsprache muss deiner geplanten Unterrichtssprache entsprechen. Wenn du ein englischsprachiges Assessmentjahr anstrebst, musst du auch das Auswahlverfahren auf Englisch schreiben. Die HSG empfiehlt ein Sprachniveau von mindestens C1, damit du sowohl schriftliche als auch mündliche Prüfungen sicher bewältigen kannst. Die Wahl der richtigen Sprache ist daher ein strategischer Teil deiner Bewerbung.
Die Universität St. Gallen bietet regelmäßig Informationstage und Online-Veranstaltungen an, bei denen du Einblicke in Studieninhalte, Campusleben und organisatorische Abläufe erhältst. Zusätzlich gibt es Schnuppervorlesungen, die dir einen realistischen Eindruck vom akademischen Alltag vermitteln. Ein persönlicher Besuch ist empfehlenswert, weil er hilft, die Atmosphäre zu verstehen und Motivation für das Auswahlverfahren aufzubauen.
Der Test findet in der Regel an einem Nachmittag statt und dauert rund 70 Minuten. Der HSG Zulassungstest wird Online via Proctoring durchgeführt und von ITB gestellt. Du absolvierst ihn entsprechend online, zum Beispiel von zu Hause aus. Der Test wird streng überwacht: Kamera und Mikrofon müssen dauerhaft aktiviert sein, da die Aufsicht prüft, ob du die Regeln einhältst und keine Hilfsmittel verwendest. Du benötigst einen Laptop oder PC mit funktionierender Kamera, funktionierendem Mikrofon, stabiler Internetverbindung und einem ruhigen, störungsfreien Raum. Smartphones und Tablets sind nicht zugelassen. Etwa zehn Tage vor dem Test erhältst du vom Testinstitut eine E-Mail mit dem Prüfungslink sowie einem Techniktest, mit dem du deine Verbindung und die Darstellungsweise prüfen kannst. Diese Vorbereitung hilft, Stress und technische Probleme am Testtag zu vermeiden.
Der Online-Test besteht aus zwei Bereichen.
Quantitative Probleme:
Du liest kurze Texte mit Zahlen, wirtschaftlichen Informationen oder Alltagssituationen. Du filterst die relevanten Informationen heraus, entwickelst Rechenwege und triffst unter Zeitdruck korrekte Entscheidungen. Typische Aufgaben umfassen Prozentrechnung, Verhältnisse, Durchschnitt, Zins, Dreisatz, einfache Kennzahlen und kleine Logikprobleme. Der Zeitdruck ist dabei die größte Herausforderung.
Diagramme und Tabellen:
In diesem Bereich wertest du Diagramme und Tabellen aus, prüfst Aussagen und erkennst, welche Informationen relevant sind. Fehler entstehen häufig durch ungenaues Lesen oder durch das Verwechseln absoluter und relativer Zahlen. Die Aufgaben erfordern eine klare Lesetechnik und saubere Prüfung der Aussagen.
Beide Bereiche enthalten ein bis zwei Einstreuaufgaben, die nicht gewertet werden. Da du nicht weißt, welche Aufgaben das sind, musst du durchgehend konzentriert bleiben. Diese Struktur macht das HSG Auswahlverfahren zu einem klar definierten, gut erlernbaren Testformat.
Die Ergebnisse werden zwei Tage nach dem Test im Bewerbungsportal veröffentlicht. Du erhältst eine von drei Rückmeldungen: direkte Zulassung, Einladung zum Video-Interview oder Absage. Wirst du zum Interview eingeladen, kommt der Link dazu am selben Tag gegen 14 Uhr. Die Reaktionszeit ist kurz, daher lohnt es sich, frühzeitig auch das Interviewformat anzuschauen.
Im Video-Interview beantwortest du drei bis fünf Fragen, die deine Motivation, deine Ausdrucksfähigkeit, deine Struktur und deine Reflexion prüfen. Die Aufnahme dauert rund 15 Minuten. Die HSG bewertet nicht nur deine Inhalte, sondern auch Klarheit, Ruhe, Körpersprache, Blickkontakt, Stimme und Struktur deiner Antworten. Viele Bewerber scheitern hier nicht am Inhalt, sondern daran, dass sie ihre Gedanken nicht präzise strukturieren. Ein Video-Interview-Intensiv-Seminar hilft dir, Antworten verständlich und professionell aufzubauen und bei Nervosität handlungsfähig zu bleiben.
Es gibt keine offiziellen Zahlen, doch Erfahrungswerte zeigen etwa 1000 Bewerber pro Jahr. Da nur ein kleiner Teil der Plätze an internationale Studieninteressierte geht, entsteht ein echter Wettbewerb. Bewerber, die Testsimulationen durchführen und ein Seminar besuchen, haben deutlich bessere Chancen, weil sie typische Aufgabenformen und das Tempo kennen. Die Vorbereitung unterscheidet erfolgreiche Bewerber klar vom Durchschnitt.
Die Vorbereitung gelingt am besten mit Material, das genau dem HSG-Testformat entspricht. Sinnvoll ist eine Kombination aus Theorie, Übungsaufgaben zu allen Testbereichen und regelmäßigen Testsimulationen unter Zeitdruck. Wer seinen Fortschritt strukturiert festhält und Stärken sowie Schwächen früh erkennt, kann die Vorbereitung gezielt steuern und die Erfolgschancen deutlich erhöhen.
Sinnvolle Arbeitsmaterialien decken alle Testbereiche ab: Quantitative Probleme, Diagramme & Tabellen (inklusive fortgeschrittener Aufgaben) sowie das Video-Interview. Testsimulationen unter realistischen Bedingungen helfen, typische Fehler aufzudecken und das richtige Tempo zu entwickeln.
Gute Testsimulationen bilden das komplette Prüfungsformat inklusive Zeitdruck ab und eignen sich ideal, um die echte Prüfungssituation zu proben. Simulationen sind ein zentraler Baustein jeder erfolgreichen Vorbereitung.
Digitale Lernangebote eignen sich für tägliche Trainingseinheiten mit prüfungsnahen Aufgaben und Testsimulationen. Sie decken beide Testbereiche – Quantitative Probleme sowie Diagramme und Tabellen – sowie das Video-Interview ab und erlauben ortsunabhängiges Lernen mit Fortschrittskontrolle.
Die Online-Einzelseminare vermitteln dir den gesamten Testaufbau und zeigen dir typische Lösungswege. Im Eins-zu-Eins-Format erhältst du individuelles Feedback und trainierst dein Tempo unter Anleitung. Besonders wertvoll ist das Video-Interview-Seminar, das dich gezielt auf die zweite Auswahlstufe vorbereitet.
Für die tägliche Vorbereitung eignen sich Lerneinheiten von 60 bis 90 Minuten mit einer Mischung aus Theorie, Übungsaufgaben und Simulationen. Eine strukturierte Fortschrittskontrolle hilft, konsequent an Schwächen zu arbeiten.
Neben dem Selbststudium können angeleitete Vorbereitungsformate wie Gruppenseminare, Video-Interview-Trainings oder Einzelcoachings sinnvoll sein. Sie bieten direktes Feedback, geübte Methoden und einen realistischen Vergleich mit anderen Bewerbern.
Ein Seminar bietet dir den stärksten Vorteil im Vergleich zu alleiniger Vorbereitung. Die Lernkurve ist deutlich steiler, weil du alle relevanten Themen strukturiert und ohne Umwege erlernst. Du siehst im direkten Vergleich mit anderen, wie schnell sie rechnen und wie sie Aufgaben lösen. Dieses Leistungsbild ist ein ehrlicher Spiegel deiner Fähigkeiten. Typische Fehler wie ungenaues Lesen oder falsche Priorisierung werden sofort korrigiert. Auch die vollständige Prüfungssimulation im Seminar vermittelt dir die Routine, die du am Testtag brauchst. Zusätzlich profitierst du von Austausch, Motivation und dem Gefühl, realistisch einschätzen zu können, wie gut du vorbereitet bist. Insgesamt bietet ein Seminar den größten Vorteil gegenüber anderen Bewerbern.
Eine realistische Testsimulation sollte denselben Rahmen wie der echte Test haben: ein festes Zeitfenster, keine Unterbrechungen und eine ruhige Umgebung. Schalte dein Handy aus, entferne Hilfsmittel und konzentriere dich vollständig auf den Test. Die Abläufe in der Lernapp und in den Testsimulationen entsprechen genau dem Prüfungsformat und helfen dir, sicherer zu werden.
Typische Fehler:
Stress entsteht meistens dann, wenn die Situation unbekannt ist. Regelmäßige Übung, Simulationen und ein Seminar senken den Stress automatisch. Dazu helfen regelmäßiger Schlaf, Bewegung und klare Pausen. Kurze, konzentrierte Lerneinheiten von 60 bis 90 Minuten sind deutlich effektiver als lange, unstrukturierte Sitzungen.
Ein Blackout entsteht oft durch Zeitdruck und Anspannung. Wichtig ist, kurz innezuhalten, tief zu atmen und bewusst den Fokus zurückzuholen. Wenn möglich, wechsle zur nächsten Aufgabe und komme später zurück. Beim Video-Interview gilt dasselbe: ein kurzer Atemzug, ein klarer Gedanke und dann strukturiert weiter.
Das HSG Auswahlverfahren unterscheidet sich klar von anderen Aufnahmeprüfungen. Es ist kompakter, enger definiert und konzentriert sich auf zwei präzise Bereiche. Dadurch ist eine gezielte Vorbereitung möglich, die sich exakt auf Quantitative Probleme sowie Diagramme und Tabellen ausrichten lässt.